Ex.CE.L Unternehmensberatung und Arbeitsschutz
Ingenieur- und Sachverständigenbüro
Dipl.-Ing. (mult.) Mario Kräft

Leitender Sicherheitsingenieur
Beratender Ingenieur
Sachverständiger für Explosionsschutz

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Zündpunktbestimmung

Verfahren nach DIN 51794: 2003-05 Prüfung von Mineralölkohlenwasserstoffen - Bestimmung der Zündtemperatur  (Auszugsweise)

Quelle: Die exakte Beschreibungen des Verfahrens und der Vorgehensweise ist in DIN 51794: 2003-05 Prüfung von Mineralölkohlenwasserstoffen - Bestimmung der Zündtemperatur  (Auszugsweise), zu beziehen über den Beuth-Verlag in Berlin, enthalten. Die hier gemachten Angaben dienen dem Leser dazu, sich einen ersten Überblick über die unterschiedlichen Methoden zur Flammpunktbestimmung zu verschaffen. Eine Gewähr kann hierfür nicht übernommen werden.

Der Zündpunkt kann für brennbare Stoffe von jedem Aggregatzustand festgestellt werden. Er ist wie folgt definiert:

Der Zündpunkt ist die niedrigste Temperatur, bei der brennbare Stoffe mit Luft nur durch Wärme entzündet werden.

Oder anders formuliert:

Der Zündpunkt ist die Temperatur, bei der Stoffe an heißen Körpern Selbstentzündung zeigen. Die Zündtemperatur ist demnach die niedrigste Temperatur, bei der brennbare Gase, Dämpfe, Stäube oder feinzerteilte feste Stoffe im Gemisch mit Luft anfangen zu brennen.

Im direkten Vergleich hierzu ist feststellbar, dass der Flammpunkt nur für brennbare Füssigkeiten Anwendung finden kann, die im Übergandg zur Dampfphase befindlich sind, denn er ist wie folgt defniert:

Der Flammpunkt einer brennbaren Flüssigkeit ist die niedrigste Temperatur, bei der sich in einem geschlossenen Tiegel (...) aus der zu prüfenden Flüssigkeit unter festgelegten Bedingungen Dämpfe in solcher Menge entwickeln, dass sich im Tiegel ein durch Fremdzündung ent­flammbares Dampf/Luft-Gemisch bildet. (...) [5]

 

 

Wittscher Heizofen

a:

Wärmeisolierung

b:

Heizwicklung

c:

Keramikrohr

d:

Metalleinsatz

e.

Hochtemperaturkitt

f:

Starkstromanschluss (230 V)

g:

Warmfeste Dichtscheibe

h:

Obere Deckplatte

i:

Warmfester Dichtring

k:

Untere Deckplatte

l:

Thermoelement

m:

Klemmbuchsen

n:

Warmfester Dichtring

o:

Keramikschutzrohr

p:

Messstelle

q:

Zündgefäß

r:

Metallboden

Witt'scher Heizofen (Schema)

Zündpunkt bzw. Zündtemperaturbestimmung

Prüfeinrichtung

Die Prüfung erfolgt im Witt'schen Heizofen.

Versuchsprinzip

Eine bestimmte Menge der Prüfsubstanz wird bei Raumtemperatur in einen Ofen eingebracht. Während die Temperatur des Ofens mit einer Rate von 0,5 K/min auf 400 °C oder bis zum Schmelzpunkt (wenn dieser niedriger liegt) erhöht wird, wird die Temperatur im Inneren der Probe gemessen und als Temperatur/Zeit-Kurve registriert. Bei diesem Verfahren wird diejenige Ofentemperatur, bei der die Probentemperatur durch Selbsterhitzung 400 °C erreicht, als Selbstentzuendungstemperatur bezeichnet

(Vgl. hierzu Richtlinie Richtlinie 92/69/EWG der Kommission vom 31. Juli 1992 zur siebzehnten Anpassung der Richtlinie 67/548/EWG des Rates zur Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gefährlicher Stoffe an den technischen Fortschritt) Amtsblatt Nr. L 383 vom 29/12/1992 S. 0113 - 0115

 

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