Ex.CE.L Unternehmensberatung und Arbeitsschutz
Ingenieur- und Sachverständigenbüro
Dipl.-Ing. (mult.) Mario Kräft

Leitender Sicherheitsingenieur
Beratender Ingenieur
Sachverständiger für Explosionsschutz

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Einleitung, Rückblick

Sicherheitsgrubenlampe nach Davy

Die Entwicklung flammendurchschlagsicherer Einrichtungen hat eine rund zwei Jahrhunderte zurückliegende Tradition. Sie begann im Jahre 1815 mit der Entdeckung durch den englischen Chemiker H. Davy, dass Flammen nicht, bzw. nur sehr schwer, durch metallische Maschengewebe mit ausreichend enger Maschendichte hindurchzudringen vermögen. Basierend auf dieser Erkenntnis, wurde die erste flammendurchschlagsichere Grubenlampe entwickelt. Im weiteren Verlauf der Entwicklung, auch außerhalb des Bergbaus, insbesondere in der chemischen und petrochemischen Industrie, wurde der Explosionsschutz immer wichtiger. Man begann mit der Konstruktion von Flammensperren für explosionsgefährdete Tankanlagen, in denen brennbare Flüssigkeiten gelagert werden, um so eine (durch eine von außen an das System herangeführte, geeignete Zündquelle) verursachte Entzündung des brennbaren Gas/- Dampf/Luft-Gemisches über dem Flüssigkeitsspiegel und dem damit verbundenen, unvermeidbar eintretenden Flammendurchschlag über das Lüftungsrohr in die Tankanlage, verhindern zu können. Diese Flammendurchschlagsicherung bestand im wesentlichen aus einem mit einer Kiesschüttung versehenen kreiszylindrischen Metallgehäuse, das in die Belüftungsleitung der Tankanlage eingebaut wurde. Seit rund 50 Jahren werden als Schüttungen, auf Grund der Entdeckung ihrer flammen- löschenden Eigenschaften, auch die in der chemischen Verfahrenstechnik als Füllkörperschüttungen für chemische Trennverfahren eingesetzten, metallischen Füllkörper in verschiedensten Ausführungen für großquerschnittige Anlagenteile und Rohrleitungssysteme eingesetzt. Ein wesentlicher Entwicklungsschritt in der Sicherheitstechnik bezüglich flammendurchschlagsicherer Armaturen gelang vor mehr als einem halben Jahrhundert mit der konstruktiven Ausgestaltung der Bandsicherungen aus Metallbändern, die neben der Flammendurchschlagverhinderung auch längere Zeit einem Nachbrand einer, an der Flammensperre anstehenden Flamme, Stand halten konnten. Seit ungefähr 40 Jahren wurden weitere Entwicklungen gemacht, wie z.B. mit dem Bau flammendurchschlagsicherer Ventile, die einen Flammenrücktritt ausschließlich durch ihre funktionelle Ausgestaltung verhindern, den Sintermetallsperren, sowie von Sperrschichten aus so genanntem »Metallschaum«, einer aus im verflüssigten Zustand aufgeschäumten porös, engmaschigen Metall-Legierung mit Flammendurchschlagverhindernder Wirkung. Abschließend seien noch die Tauchsicherungen als Flüssigkeitsvor- lagen erwähnt, die den Durchschlag von Flammen verhindern. Letztere zählen zu den Flüssigkeitsflammensperren, bei denen, im Gegensatz zu den zuvor genannten Band- Sicherungen, Sintermetallen, Metallschaum nicht das engspaltige System, sondern eine Flüssigkeit die Flammenlöschende Wirkung übernimmt. [1, 2]

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