Ex.CE.L Unternehmensberatung und Arbeitsschutz
Ingenieur- und Sachverständigenbüro
Dipl.-Ing. (mult.) Mario Kräft

Leitender Sicherheitsingenieur
Beratender Ingenieur
Sachverständiger für Explosionsschutz

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Versuchsbeschreibung zu den Voruntersuchungen

Versuchsaufbau Voruntersuchungen

Einführung

Die oben abgebildeten Versuchseinrichtungen und nachfolgend beschriebenen Versuche, dienen der eigentlichen Vorbereitung der späteren und im dritten Abschnitt  »Flammendurchschlagsichere Armaturen, Versuche« beschriebenen, experimentell ermittelten Ergebnisse über die Grenze der Flammendurchschlagsicherheit von Flammensperren in Abhängigkeit von ihrer Anschlussart.

Versuchsaufbau

Der Versuchsaufbau besteht aus dem Gasmisch-/Füll-Stand, als Zentraleinheit, der mit dem Gasmisch- und/oder Vorrats-Gefäß, mit einem Innenvolumen von 78,5 Litern über ein Rohrleitungssystem verbunden ist.

Das Gasmisch-/Vorrats-Gefäß ist, zur besseren Durchmischung der Gase bei der Gasgemischaufbereitung, mit einem auf einem im Innenraum des Gefäßes befindlichen Mischpendel, bestehend aus einer formschlüssig verbundenen Rundstahlstange, auf der zwei durch Schäkel verbundene Kugellager, mit einer Stahlblechplatte als Pendelkopf laufen (ähnlich einem Gardinenstangenläufer), ausgerüstet.

Angetrieben wird das Mischpaddel unter Ausnutzung der Schwerkraft, über einen doppelt wirkenden Pneumatik-Zylinder, der außen am Gasmisch-/Vorrats-Gefäßgehäuse montiert dafür sorgt, dass das im Drehpunkt freibeweglich gelagerte Gas- misch-/Vorrats-Gefäß hin- und hergewippt wird.

Ferner sind über den Gasmisch-/Füll-Stand die Vakuumpumpe, und das 20 cm3 Spaltweitenprüfgerät über eine Flammensperre (siehe Abbildung, lit. "e") verbunden.

Der Versuchsaufbau entspricht in seiner Gerätekonfiguration dem der in der im 1. Anhang der IEC-Publication 79-1A (1975) gegebenen Vorschrift, mit dem Unterschied, dass an Stelle der am 0,02-Liter-Normspaltweitenprüfgerät eingesetzte Handpumpe zur Regulierung des Ausgangsdruckes im Innenvolumen des Prüfgerätes, eine elektrische Vakuumpumpe der Fa. Leybold (Leistung: P = 0,55 kW; Förderstrom: Q = 16 m³/h, Vakuumdruck: pmin = 10-4 bar) eingesetzt wurde. Dies ermöglicht zum einen eine Beschleunigung der Versuchsfrequenz und sorgt zum anderen, in Verbindung mit zusätzlichem Frischluftspülen, für ein konstantes Gasgemisch und konstante relative Luftfeuchte während der Versuche.

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