Ex.CE.L Unternehmensberatung und Arbeitsschutz
Ingenieur- und Sachverständigenbüro
Dipl.-Ing. (mult.) Mario Kräft

Leitender Sicherheitsingenieur
Beratender Ingenieur
Sachverständiger für Explosionsschutz

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Vorwort und Danksagung

Seit dem Jahr 1992, in dem die nachfolgendbeschriebenen Untersuchungen stattgefunden haben, sind nicht unerhebliche Veränderungen im Bereich der Rechtsgrundlagen für den europäischen Arbeitsschutz eingetreten.

Diese Veränderungen sind im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Zusammenwachsen und der Erweiterung Europas und seines zugehörigen Binnenmarktes zu sehen. Die Erweiterung der Europäischen Gemeinschaften hin zur Europäischen Union und dem Europäischen Wirtschaftraum, erforderten einerseits Maßnahmen zur Schaffung einheitlicher Voraussetzungen für alle Mitglieder auf dem einheitlichen Binnenmarkt der Union und andererseits die Schaffung arbeitsschutzrechtlicher Mindestanforderungen im sozialstaatlichen Gedanken, um verbindlich zu einheitlichen Minimalstandards des Arbeits- und Gesundheitsschutzes für die Beschäftigten bei der Arbeit zu gelangen.

Somit war es getreu dem Wortlaut unseres Grundgesetzes notwendig geworden, auch das historisch gewachsene nationale deutsche Recht umzugestalten und den gemeinschaftlichen Anforderungen anzupassen.

Damit fielen die alt hergebrachten deutschen Rechtsgrundlagen wie z. B. etwa § 120a der Gewerbeordnung (GewO) oder die Verordnungen nach § 24 GewO usw. mit Übergangsfristen der Umgestaltung zum Opfer. Die bis dato für Flammensperren geltende und erforderliche Bauartzulassung entfiel.

Die bisher stark reglementierenden deutschen Vorschriftenwerke wurden abgelöst und zu einem die unternehmerische Freiheit fördernden Instrumentarium mit zwei Richtungen umfunktioniert:

Die erste Richtung spiegelt sich im Bereich des Inverkehrbringens von Arbeitsmitteln wider. Damit verbunden ist die Schaffung des einheitlichen Binnenmarktes. Die Rechtsgrundlage hierfür ist Artikel 114 des EU-Reformvertrages von Lissabon (EURV). Hier ist das Recht inhaltsgetreu der entsprechenden Richtlinie der EU in nationales Recht zu überführen, um in einem einheitlichen Binnenmarkt Diskriminierungen anderer Mitglieder zu vermeiden.

Die zweite Richtung der Rechtsvorschriften mit europäischem Ursprung betrifft den Betrieb des Unternehmens und die damit verbundenen Vorschriften. Hier gilt es, das soziale Mindestmaß des Arbeits- und Gesundheitsschutzes auf nationaler Ebene zu gestalten. Dabei kann und darf es auch durchaus seitens der nationalen Legislativorgane zu schärferen als in den von der EU als Richtlinie gemäß Artikel 153 EURV erlassenen Bestimmungen kommen.

Die Versuchsergebnisse meiner Untersuchungen aus dem Jahr 1992 haben jedoch nach wie vor uneingeschränkte Gültigkeit für die hierin beschriebenen Anwendungsfälle.

Sie können und sollen dem Praktiker in der chemischen Sicherheitstechnik auch als Richtschnur dafür dienen, wie sich die explosiv verlaufenden exothermen Reaktionen technischer Gase unter dem Einsatz von Flammensperren mit Bandsicherungen in etwa verhalten können. In so weit geben Sie Anhaltspunkte für sicherheitstechnische Kennzahlen, wie der Normspaltweite und dem Grenzdruck.

Dabei sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nach wie vor für derartige Anwendungsfälle keine zuverlässigen mathematischen Vorhersagemodelle existieren. Das bedeutet stets, dass für die jeweils im Betrieb vorhandenen Gegebenheiten ggf. zur Verifizierung und Absicherung erneute Versuchsreihen erforderlich werden. Die Versuchsergebnisse aus den hier dargestellten Untersuchungen sind dann jedoch geeignet, eventuelle Voruntersuchungen verkürzen zu können.

An dieser Stelle möchte ich die angenehme Gelegenheit wahrnehmen mich bei allen Menschen zu bedanken, die es mir bereits vor dem Abschluss meiner Untersuchungen ermöglichten, ein solches Werk überhaupt erstellen zu können.

Namentlich seien hier mein damaliger Mentor und Laborleiter in Sachen Explosionsschutz und chemische Sicherheitstechnik von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Herr Dr. Wolfgang Wiechmann und seine Mitarbeiter und Kollegen, die Herren Wolfgang Pezold, Dieter Lietze und Horst Pinkowsky, genannt.

Schließlich wurde durch alle dortigen Kollegen erst meine Leidenschaft für den Explosionsschutz richtig entfacht. – Und die Flamme dieses Interesses ist sinnbildlich bis heute unverändert am brennen.

Mein besonderer Dank gilt auch noch meinem großen Vorbild hinsichtlich des technischen Arbeitsschutzes, Herrn Prof. Dipl.-Ing. Paul Maier. Er war es, der stets großen Wert darauf legte, dass seine Studenten und späteren Kollegen mit Weitblick agieren und über den rein fachlich oft sehr eingeengten „Tellerrand“ hinaus schauen sollen. Er stellte auch mir sein gesamtes Fachwissen und seine Erfahrungen ohne Einschränkung zur Verfügung, weil er immer die Auffassung vertrat, dass "seine Studenten und Absolventen" nicht die gleichen Fehler noch einmal wiederholen müssen, denen er in seinem bereits Berufsleben aufgesessen war.

Schließlich erfordert die Erstellung einer solchen Arbeit nicht nur den notwendigen wissenschaftlichen Gesichtskreis. Von ganz besonderer Bedeutung ist und war für mich auch jederzeit das persönliche Umfeld.

Großer Dank geht auch an meinen alten Freund und Berater, Dr. Klaus von Lampe und seiner lieben Frau Claudia, die mir in rechtlichen Zweifelsfragen, trotz eigener intensiver Wissenschaftsarbeit und beruflicher Auslastung, stets gute Ratgeber waren.

Von ganzem Herzen möchte ich mich deshalb auch bei meiner Familie für die notwendige und nicht selbstverständliche Geduld und Anteilnahme bedanken. Das gilt insbesondere für meine Eltern, Karin und Alfred Kräft sowie für meine liebe Ehefrau, Silvia Kräft. Sie unterstützten mich bei meiner Arbeit zum wiederholten Male und das trotz eigener nicht unerheblicher gesundheitlicher und beruflicher Anspannung in vielfältiger Weise.

Berlin-Reinickendorf, im Oktober 2007

Mario Kräft

 

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